ELEMENT ERDE · JIN-YUAN-PERIODE (13. JH.)

Astragalus 10 - Die klassische Qi-Rezeptur für Lebensenergie und innere Stärke

Bu Zhong Yi Qi Tang gehört zu den meistverwendeten Rezepturen der Traditionellen Chinesischen Medizin. Seit über 750 Jahren wird diese Komposition genutzt, um die körpereigene Lebensenergie zu stärken und die Vitalität im Alltag zu unterstützen.

Lesezeit ca. 15 Min. Mit Studienreferenzen Redaktionell geprüft

Grundverständnis

Einführung und Geschichte

Die Geschichte von Bu Zhong Yi Qi Tang – wörtlich „Die Mitte stärken und das Qi mehren" – beginnt im 13. Jahrhundert, einer Zeit großer Umbrüche in China. Ihr Schöpfer, der berühmte Arzt Li Dong Yuan (1180–1251), gilt als Begründer einer der vier großen Denkschulen der chinesischen Medizin: der „Schule der Magen- und Milz-Stärkung". Er gehört zu den „Vier Meistern der Jin-Yuan-Medizin" – jener Epoche, die als goldenes Zeitalter der medizinischen Innovation in China gilt.

Li Dong Yuan lebte während der politisch turbulenten Übergangszeit zwischen der Jin- und der Yuan-Dynastie. In seinem Hauptwerk „Pi Wei Lun" (Abhandlung über Magen und Milz), veröffentlicht im Jahr 1249, formulierte er einen revolutionären Gedanken: Viele chronische Beschwerden haben ihren Ursprung nicht in äußeren Einflüssen, sondern in einer Schwächung der inneren Verdauungskraft – der sogenannten „Mitte".

Seine Beobachtung war so einfach wie tiefgreifend: Wenn Magen und Milz geschwächt sind – etwa durch unregelmäßige Ernährung, Überarbeitung oder anhaltende Sorgen –, kann der Körper nicht mehr ausreichend Lebensenergie (Qi) aus der Nahrung gewinnen. Die Folge: eine schleichende Erschöpfung, die den gesamten Organismus betrifft.

Der Name im Detail

Bu (补) bedeutet „auffüllen" oder „stärken". Zhong (中) steht für „die Mitte" – gemeint ist der mittlere Erwärmer, also Magen und Milz. Yi (益) heißt „mehren" oder „nähren". Qi (气) ist die Lebensenergie. Der vollständige Name beschreibt also eine Rezeptur, die gezielt die Mitte kräftigt, damit diese wieder ausreichend Qi erzeugen kann.

Bu Zhong Yi Qi Tang war Li Dong Yuans Antwort auf dieses Problem: eine sorgfältig abgestimmte Komposition aus zehn Pflanzenextrakten, die das Qi der Mitte stärken und das sogenannte „klare Yang" anheben sollten. In der TCM-Tradition beschreibt „klares Yang" die aufsteigende, belebende Energie, die aus einer gut funktionierenden Verdauung entsteht – vergleichbar mit dem Gefühl von Wachheit und Tatendrang nach einer nährenden Mahlzeit.

Bemerkenswert ist, dass diese Rezeptur im Laufe der Jahrhunderte immer wieder von nachfolgenden Ärzten geprüft, kommentiert und bestätigt wurde. Giovanni Maciocia, einer der bedeutendsten westlichen TCM-Autoren, hebt in seinem Standardwerk „The Foundations of Chinese Medicine" hervor, dass Li Dong Yuan als Erster systematisch den Zusammenhang zwischen der Kraft der Verdauungsorgane und der grundlegenden Vitalität des Menschen beschrieb – eine Erkenntnis, die bis heute die klinische Praxis der TCM prägt.

TCM-Wirkprinzip

Das Wirkprinzip von Astragalus 10 nach TCM

Zuordnung zum Element Erde

In der Fünf-Elemente-Lehre der TCM ist Astragalus 10 dem Element Erde zugeordnet. Das Element Erde repräsentiert die nährende, stabilisierende Kraft im Körper und steht in direktem Zusammenhang mit den Organfunktionskreisen Milz und Magen. So wie fruchtbare Erde Pflanzen nährt und wachsen lässt, versorgen nach TCM-Verständnis Milz und Magen den gesamten Körper mit Lebensenergie.

Die Milz gilt in der TCM als „Wurzel des nachgeburtlichen Qi" – als die Quelle, aus der nach der Geburt die gesamte Lebensenergie gewonnen wird. Wenn diese Quelle versiegt, wirkt sich das auf alle anderen Organfunktionskreise aus. Li Dong Yuan betonte, dass das ursprüngliche Qi (Yuan Qi) nur stark sein kann, wenn Milz und Magen intakt sind – denn obwohl es den Nieren zugeordnet wird, sind es Milz und Magen, die es auffüllen und nähren.

Das Muster: Milz-Qi-Mangel

Astragalus 10 adressiert nach traditionellem Verständnis das Muster des „Milz-Qi-Mangels" – eines der häufigsten Ungleichgewichte in der TCM-Praxis. Menschen, bei denen dieses Muster vorliegt, beschreiben traditionell Symptome wie anhaltende Müdigkeit, ein Schweregefühl in den Gliedern, verminderten Appetit und das Bedürfnis, sich nach dem Essen hinzulegen.

In der Sprache der TCM sinkt bei einem Milz-Qi-Mangel das „klare Yang" ab, anstatt aufzusteigen. Die aufbauende, belebende Energie, die normalerweise vom Verdauungssystem erzeugt und im ganzen Körper verteilt wird, reicht nicht mehr aus. Astragalus 10 setzt genau hier an: Die Rezeptur soll das Qi der Mitte stärken und das klare Yang wieder anheben.

Jun-Chen-Zuo-Shi: Die Hierarchie der Rezeptur

Jede klassische TCM-Rezeptur folgt einer strengen inneren Ordnung – dem Jun-Chen-Zuo-Shi-Prinzip, vergleichbar mit einer Regierung mit klar verteilten Rollen:

Jun (Kaiser): Die Astragaluswurzel (Huang Qi) ist der Herrscher der Rezeptur. Sie stärkt nach TCM-Verständnis das Qi der Mitte und hebt das klare Yang an. Die Materia Medica beschreibt sie als „süß und leicht warm", mit der besonderen Fähigkeit, die aufsteigende Energie zu unterstützen.

Chen (Minister): Ginsengwurzel (Ren Shen), Atractylodes-Wurzel (Bai Zhu) und Süßholzwurzel (Zhi Gan Cao) ergänzen den Kaiser. Der Ginseng stärkt das grundlegende Qi aller Organe und nährt nach TCM-Verständnis zusätzlich das Yin, während Atractylodes gezielt die Transformationskraft der Milz unterstützt. Süßholz stärkt das Qi der Mitte und harmonisiert das Zusammenwirken aller Bestandteile.

Zuo (Berater): Chinesische Engelwurz (Dang Gui) nährt das Blut – denn Qi braucht Blut als Träger. Mandarinenschale (Chen Pi) reguliert den Qi-Fluss und verhindert, dass die stärkenden Kräuter zu schwer auf dem Magen liegen. Ingwer (Sheng Jiang) und Jujubefrüchte (Da Zao) bilden das klassische Paar zum Schutz und zur Harmonisierung des Magens.

Shi (Botschafter): Hasenohrwurzel (Chai Hu) und Traubensilberkerze (Sheng Ma) haben die spezifische Aufgabe, das klare Yang anzuheben. Die Materia Medica beschreibt ihre gemeinsame Funktion: „Zusammen leiten sie das klare Qi, sich in den Yang-Leitbahnen zu bewegen, und heben das Yang und das Abgesunkene an." Sie sind die „Wegweiser" der Rezeptur – ohne sie würde die gestärkte Energie nicht aufsteigen.

Zusammensetzung

Inhaltsstoffe im Detail

Astragalus 10 vereint zehn Pflanzenextrakte, die nach dem klassischen Jun-Chen-Zuo-Shi-Prinzip aufeinander abgestimmt sind. Jeder Bestandteil erfüllt eine spezifische Funktion innerhalb der Gesamtkomposition. Ethno Health verwendet hochwertige Extrakte mit definierten Extraktverhältnissen, um die Wirkstoffkonzentration der traditionellen Teeaufgüsse nachzubilden.

Jun · Kaiser

Chinesische Tragantwurzel

Astragalus membranaceus · Huang Qi · Extrakt 5:1

1.000 mg pro Tagesdosis (davon 100,4 mg Polysaccharide)

Die Tragantwurzel ist der Herrscher dieser Rezeptur. In der klassischen Materia Medica wird sie als „süß und leicht warm" beschrieben, mit Bezug zu den Leitbahnen von Lunge und Milz. Ihre traditionelle Hauptaufgabe: das Qi der Mitte stärken und das Yang anheben. Das Standardwerk „Divine Husbandman's Classic of the Materia Medica" (Shen Nong Ben Cao Jing) erwähnt sie bereits als wichtiges Tonikum. Modern relevante Inhaltsstoffe umfassen Polysaccharide, Triterpensaponine (darunter die Astragaloside I–VIII) sowie Flavonoide.

Chen · Minister

Ginsengwurzel

Panax ginseng · Ren Shen · Extrakt 10:1

666 mg pro Tagesdosis

Ginseng gilt in der TCM als eines der kraftvollsten Qi-Tonika überhaupt. Die Materia Medica beschreibt ihn als „süß, leicht bitter und leicht warm" mit Bezug zu Lunge und Milz. Er „stärkt das grundlegende Qi aller fünf Organe, nährt das Yin und beruhigt den Geist". In Bu Zhong Yi Qi Tang ergänzt er die Astragaluswurzel: Während Astragalus schnell und aufsteigend wirkt, vertieft Ginseng die Wirkung und nährt die tieferen Bereiche des Körpers. Enthält u. a. Ginsenoside, Polysaccharide und Peptide.

Chen · Minister

Chinesische Süßholzwurzel

Glycyrrhiza uralensis · Gan Cao · Extrakt 10:1

666 mg pro Tagesdosis

Süßholzwurzel wird in der TCM als „Harmonisierer" geschätzt – kaum eine klassische Rezeptur kommt ohne sie aus. Sie stärkt nach traditionellem Verständnis das Qi der Mitte, harmonisiert die Wirkung aller anderen Bestandteile und mildert eventuell zu starke Einzelwirkungen ab. In der Materia Medica heißt es, sie „bringe die hundert Kräuter in Einklang". Enthält u. a. Glycyrrhizin und Flavonoide.

Zuo · Berater

Ingwerwurzelstock

Zingiber officinale · Sheng Jiang · Extrakt

500 mg pro Tagesdosis (davon 25 mg Gingerole)

Ingwer ist „scharf und leicht warm" und bezieht sich auf Lunge, Milz und Magen. Li Gao (Li Dong Yuan) notierte vier Hauptwirkungen des Ingwers: Er löst Toxizität, stärkt zusammen mit Jujubefrüchten die Verdauung, wärmt die Leitbahnen und reguliert den Magen. In dieser Rezeptur schützt er den Magen vor der schweren Wirkung der tonisierenden Kräuter. Enthält u. a. Gingerole, Shogaole und ätherische Öle.

Chen · Minister

Atractylodes-Wurzel

Atractylodes macrocephala · Bai Zhu · Extrakt 4:1

333 mg pro Tagesdosis

Die Großköpfige Atractylodes-Wurzel ist nach der Materia Medica „süß, bitter und warm" und gilt als eines der wichtigsten Kräuter zur Stärkung der Milz. Sie unterstützt traditionell die Transformations- und Transportfunktion der Milz – also die Fähigkeit, Nährstoffe aufzunehmen und im Körper zu verteilen. Zusammen mit Ginseng und Poria bildet sie die Grundlage des berühmten „Si Jun Zi Tang" (Vier-Gentlemen-Dekokt). Enthält u. a. Atractylon und ätherische Öle.

Zuo · Berater

Mandarinenschale

Citrus reticulata · Chen Pi · Extrakt 10:1

333 mg pro Tagesdosis

Die getrocknete Mandarinenschale ist ein klassischer „Qi-Regulierer". Sie verhindert, dass die schweren, nährenden Qi-Tonika in der Rezeptur den Magen belasten. In der Materia Medica wird sie als „warm, scharf und bitter" beschrieben. Ihre Aufgabe: den Qi-Fluss im Verdauungstrakt aufrechterhalten und Feuchtigkeit transformieren. Eine kluge Ergänzung, die zeigt, wie durchdacht klassische TCM-Rezepturen aufgebaut sind. Enthält u. a. Flavonoide und ätherische Öle (Limonen, Hesperidin).

Zuo · Berater

Chinesische Dattel (Jujube)

Ziziphus jujuba · Da Zao · Extrakt 10:1

333 mg pro Tagesdosis

Die Jujubefrucht harmonisiert nach TCM-Verständnis die Mitte und nährt das Blut. Zusammen mit Ingwer bildet sie ein klassisches Paar: Zhang Xi-Chun notierte, dass diese Kombination „wunderbar geeignet ist, das nährende und das schützende Qi in Einklang zu bringen". In vielen klassischen Rezepturen aus dem „Shang Han Lun" findet sich diese Kombination. Enthält u. a. Saponine, Polysaccharide und Vitamin C.

Zuo · Berater

Chinesische Engelwurz

Angelica sinensis · Dang Gui · Extrakt 10:1

333 mg pro Tagesdosis

Dang Gui ist das wichtigste blutaufbauende Kraut der TCM und wird hier als Berater eingesetzt, um das Blut zu nähren. In der Materia Medica heißt es, dass „das Yang gedeihen muss, damit es Yin-Blut erzeugen kann" – Qi-Stärkung und Blutaufbau gehen Hand in Hand. Die Ergänzung von Dang Gui stellt sicher, dass die Qi-Stärkung auch auf der Blut-Ebene wirksam wird. Enthält u. a. Ligustilid und Ferulasäure.

Shi · Botschafter

Hasenohrwurzel

Bupleurum falcatum · Chai Hu · Extrakt 10:1

166,5 mg pro Tagesdosis

Die Hasenohrwurzel bildet zusammen mit der Traubensilberkerze das „Aufstiegspaar" der Rezeptur. Das klassische Chai Hu (Bupleurum chinense) wird in der Materia Medica als „bitter, scharf und kühl" beschrieben und hat die spezifische Aufgabe, das klare Yang anzuheben. Die Ethno Health Variante verwendet das eng verwandte Bupleurum falcatum. In der Rezeptur sorgt sie dafür, dass die durch Astragalus und Ginseng gestärkte Energie tatsächlich aufsteigt und den gesamten Körper erreicht. Enthält u. a. Saikosaponine.

Shi · Botschafter

Traubensilberkerze

Actaea racemosa · Sheng Ma · Extrakt 10:1

166,5 mg pro Tagesdosis

In der klassischen Rezeptur nimmt diese Position das asiatische Sheng Ma (Cimicifuga foetida/dahurica) ein, das in der Materia Medica als „süß, scharf und leicht kalt" beschrieben wird. Zhang Yuan-Su notierte über dieses Kraut: „Kräuter, die Milz und Magen stärken, werden ohne Sheng Ma als Wegweiser unwirksam sein." In der Ethno Health Variante wird die verwandte westliche Traubensilberkerze (Actaea racemosa) verwendet, die zur selben botanischen Familie (Hahnenfußgewächse) gehört. Ihre Aufgabe in der Rezeptur: zusammen mit der Hasenohrwurzel das klare Yang der Milz nach oben zu führen. Enthält u. a. Triterpenglykoside.

Forschung

Wissenschaftliche Perspektive

Für viele der Einzelbestandteile von Astragalus 10 liegen wissenschaftliche Untersuchungen vor – meist zu isolierten Inhaltsstoffen oder Einzelpflanzen. Diese Studien bilden eine interessante Brücke zwischen traditionellem Wissen und moderner Forschung, auch wenn sie nicht direkt auf die Gesamtrezeptur übertragbar sind.

Astragalus membranaceus

Die Tragantwurzel ist einer der am intensivsten erforschten Bestandteile. Ihre Polysaccharide wurden in verschiedenen Studien auf immunmodulierende Eigenschaften untersucht. Shao et al. (2004) untersuchten die Immunrezeptoren für Polysaccharide aus der Astragaluswurzel und identifizierten dabei Mechanismen, über die diese mit dem Immunsystem interagieren könnten. Cho und Leung (2007) untersuchten die Pflanze in vitro und in vivo auf verschiedene biologische Effekte.

Die Materia Medica von Bensky, Clavey und Stöger verzeichnet unter dem Abschnitt „Pharmacological Research" weitere Hinweise auf die enthaltenen Triterpensaponine (Astragaloside I–VIII), Isoflavone und Polysaccharide als pharmakologisch relevante Inhaltsstoffgruppen.

Panax ginseng

Ginseng gehört zu den weltweit am besten dokumentierten Heilpflanzen. Mancuso und Santangelo (2017) publizierten einen umfassenden pharmakologischen Überblick, der sowohl traditionelle Anwendungsgebiete als auch moderne Forschungsansätze abdeckt. Lee et al. (2014) untersuchten immunmodulierende Eigenschaften von Ginseng-Extrakt in Zusammenhang mit Atemwegsinfektionen. Die Ginsenoside gelten als die pharmakologisch wichtigste Inhaltsstoffgruppe.

Weitere Inhaltsstoffe

Auch für die übrigen Bestandteile gibt es wissenschaftliche Literatur: Ingwer (Zingiber officinale) wurde umfangreich auf seine Gingerole und deren antioxidative Eigenschaften untersucht. Für Angelica sinensis liegen Studien zur Polysaccharidfraktion vor (Li et al., 2020). Bupleurum falcatum wurde u. a. von Kim et al. (2012) auf seine antioxidativen Eigenschaften hin untersucht.

Wichtiger Hinweis zur Einordnung: Die genannten Studien beziehen sich auf Einzelbestandteile oder isolierte Inhaltsstoffe. Ergebnisse aus In-vitro-Untersuchungen (im Reagenzglas) oder Tiermodellen lassen sich nicht direkt auf die Wirkung der Gesamtrezeptur beim Menschen übertragen. TCM-Rezepturen beruhen auf dem Zusammenspiel aller Bestandteile, das durch Einzelstoffstudien nicht vollständig abgebildet wird.

Ausgewählte Referenzen

Shao BM et al. (2004): A study on the immune receptors for polysaccharides from the roots of Astragalus membranaceus. PubMed: 15249203

Cho WCS, Leung KN (2007): In vitro and in vivo anti-tumor effects of Astragalus membranaceus. PubMed: 17223259

Mancuso C, Santangelo R (2017): Panax ginseng and Panax quinquefolius: From pharmacology to toxicology. PubMed: 28698154

Lee JS et al. (2014): Immunomodulatory activity of red ginseng against influenza A virus infection. PubMed: 24473234

Li MM et al. (2020): Polysaccharide from Angelica Sinensis suppresses inflammation. PubMed: 32337688

Kim SM et al. (2012): Antioxidant and protective effects of Bupleurum falcatum. PubMed: 22888365

Salari S et al. (2021): Ethnobotany, phytochemistry, and uses of Actaea racemosa. PubMed: 33861455

Qualität & Anwendung

Qualität und Anwendung

Die Ethno Health Variante

Die Ethno Health Variante von Astragalus 10 folgt der klassischen Zusammensetzung der Bu Zhong Yi Qi Tang, ergänzt um die Ethno-Health-eigene Anpassung der Extraktverhältnisse. Die Tagesdosis beträgt 4,5 g Pulver, eingerührt in 150 ml heißes Wasser – angelehnt an die traditionelle Zubereitung als Teeaufguss. Der Aufguss wird in kleinen Schlucken getrunken.

Qualitätsstandards

Zertifizierte Lieferanten: Alle Pflanzenextrakte werden von geprüften, zertifizierten Lieferanten bezogen und entsprechen europäischen Qualitätsstandards.

Definierte Extraktverhältnisse: Für jeden Bestandteil ist das Extraktverhältnis angegeben (z. B. 5:1 für Astragalus, 10:1 für Ginseng). Das bedeutet: Aus 5 bzw. 10 Teilen Rohmaterial wird 1 Teil konzentrierter Extrakt gewonnen.

Vegan, laktose- und glutenfrei: Die Rezeptur enthält ausschließlich pflanzliche Bestandteile und ist frei von den häufigsten Allergenen.

Standardisierte Inhaltsstoffe: Für Schlüsselbestandteile sind Mindestgehalte definiert, z. B. 10 % Polysaccharide im Astragalus-Extrakt und 5 % Gingerole im Ingwer-Extrakt.

Allgemeine Einnahmehinweise

Die Einnahme erfolgt als täglicher Aufguss: 4,5 g Pulver in 150 ml heißes (nicht kochendes) Wasser einrühren und in kleinen Schlucken trinken. Die Zubereitung als warmes Getränk folgt der Tradition des Teeaufgusses und unterstützt nach TCM-Verständnis die Wärme der Mitte.

Astragalus 10 lässt sich gut mit dem Wurzel-Komplex oder dem Eiweiß-Vitalkomplex von Ethno Health kombinieren, um verschiedene Aspekte der Vitalität zu unterstützen.

Orientierung

Orientierung: Für wen ist Astragalus 10 gedacht?

In der TCM-Tradition wird Bu Zhong Yi Qi Tang für Menschen empfohlen, deren „Mitte" – also Milz und Magen im TCM-Sinne – Unterstützung benötigt. Die traditionellen Anwendungsgebiete lassen sich am besten in der Sprache der Fünf-Elemente-Lehre beschreiben:

Menschen, die sich von Astragalus 10 angesprochen fühlen, beschreiben oft ein allgemeines Gefühl nachlassender Energie im Alltag, das sich nicht allein durch mehr Schlaf oder Erholung ausgleichen lässt. In der TCM-Tradition wird dies als Zeichen eines geschwächten Milz-Qi interpretiert – die „Mitte" braucht Unterstützung, um wieder ausreichend Lebensenergie bereitzustellen.

Verwandte Rezepturen

Im Rezeptursystem von Ethno Health gibt es mehrere Formeln, die sich gegenseitig ergänzen können:

Element Erde

Ziziphus 9

Während Astragalus 10 das grundlegende Qi stärkt, richtet Ziziphus 9 seinen Fokus auf Konzentration und geistige Klarheit – ebenfalls auf Basis der Milz-Stärkung.

Element Wasser

Rehmannia 6

Ergänzt Astragalus 10 auf der Yin-Seite: Während Astragalus das Yang-Qi stärkt, nährt Rehmannia 6 das Yin und unterstützt die tiefere Regeneration.

Element Feuer

Schisandra 13

Für Menschen, bei denen nachlassende Energie auch den Schlaf und die innere Ruhe beeinträchtigt, kann Schisandra 13 eine sinnvolle Ergänzung sein.

Welche TCM-Typ-Rezeptur passt zu mir?

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Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Astragalus 10

Was bedeutet „Bu Zhong Yi Qi Tang"?

Der Name bedeutet wörtlich „Die Mitte stärken und das Qi mehren". Er beschreibt das zentrale Wirkprinzip: die Kräftigung der Verdauungsorgane und die Stärkung der Lebensenergie. In der TCM ist die „Mitte" (Zhong) der Sitz von Milz und Magen – den Organen, die für die Qi-Gewinnung aus der Nahrung verantwortlich sind.

Wie wird Astragalus 10 eingenommen?

Die empfohlene Tagesdosis beträgt 4,5 g Pulver, eingerührt in 150 ml heißes Wasser. Der Aufguss wird in kleinen Schlucken getrunken. Diese Zubereitungsform lehnt sich an die traditionelle Teeaufguss-Methode an, die über Jahrhunderte praktiziert wurde.

Wie alt ist diese Rezeptur?

Die Originalrezeptur wurde 1249 von Li Dong Yuan formuliert und ist damit über 750 Jahre alt. Li Dong Yuan gehört zur Jin-Yuan-Periode der chinesischen Medizin. Die Rezeptur wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder überprüft und bestätigt und gilt bis heute als eine der meistverwendeten Qi-Rezepturen der TCM.

Warum sind die Dosierungen der einzelnen Kräuter unterschiedlich?

Die unterschiedlichen Dosierungen spiegeln die Jun-Chen-Zuo-Shi-Hierarchie wider: Der „Kaiser" (Astragalus) hat die höchste Dosis, weil er die Hauptwirkung trägt. Die „Minister" (Ginseng, Atractylodes, Süßholz) unterstützen ihn direkt bei der Qi-Stärkung. Die „Berater" (Angelica, Mandarinenschale, Ingwer, Jujube) regulieren und schützen. Die „Botschafter" (Hasenohrwurzel, Traubensilberkerze) sind am niedrigsten dosiert – sie lenken die Wirkung nach oben, brauchen dafür aber keine große Menge. Diese Abstufung ist ein Kennzeichen klassischer TCM-Rezepturen.

Rechtlicher Hinweis: Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Die beschriebenen Wirkprinzipien beziehen sich auf die Traditionelle Chinesische Medizin und stellen keine medizinischen Wirkaussagen im Sinne des europäischen Lebensmittelrechts dar.

Bei Erkrankungen, Schwangerschaft, Stillzeit oder der Einnahme von Medikamenten sollten Sie vor der Anwendung ärztlichen Rat einholen. Die auf dieser Seite dargestellten Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.

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